Spielwahrnehmung

Spielwarnehmung

Erfahre, warum deine Teammitglieder die offensichtlichen Chancen oft nicht so klar sehen wie du, und andersrum.

66%

Die meisten kennen es wahrscheinlich:

Man erkämpft sich einen kleinen Vorteil im Spiel und versucht nun, wie verrückt das Team zusammen zu treiben um z.B. einen “Baron” zu starten. Doch das Team folgt dem schnellen “call” in keinster Weise und zerstreut sich stattdessen noch weiter über die Map.

Das kann natürlich sehr ärgerlich sein, darum haben wir uns gefragt: “Was ist der Grund dafür, dass unsere Teammitglieder in vielen Fällen diese einmaligen Chancen nicht zu begreifen scheinen, welche für uns doch so offensichtlich sind?”

Anschließend haben wir zwei sehr spannende und ausschlaggebende Aspekte beobachten können, die unsere Frage beantworten. Und zwar hängt die Fähigkeit, gute Situationen des Moments wahrnehmen zu können, mit folgen zwei Punkten zusammen.

  • Welche Position man gerade spielt
  • Ob man gerade sehr stark oder schwach im Spiel steht

Hier ist eine Liste von Begründungen für die jeweilige Position:

Als “Jungler”, vorallem als “Tanky jungler” kann man sein Bewusstsein sehr leicht über das gesamte Spielfeld dehnen. Man muss auf sich selbst fast nicht achten.

Man weiß, wie gut das eigene Team gerade dasteht und vor welchem Gegner man sich besser in Acht nehmen sollte. Daher kann man auch sehr genaue Aussagen darüber treffen, wann man z.B einen “Dragon” oder “Baron” als Team am besten machen kann.

Als Mid Laner ist man recht Zentral auf dem Spielfeld positioniert und bekommt immer noch viel von anderen Spielern mit. Oft geht man auch auf die “Bot Lane” “ganken” und hat damit ein gutes Gefühl über das Spiel.

Als Supporter hat man viel freie Zeit und kann so den Gesamtüberblick über das Spiel behalten, jedoch gehört es nicht zu deiner Aufgabe, andere “Lanes” zu besuchen.

Als “Top Laner” ist man sehr vom Spielgeschehen abgeschnitten, vor allem, wenn man nie die “Lane” verlässt. Man weiß nicht, wie stark die Gegner auf den anderen Positionen sind. Zudem ist man sehr auf seinen Gegner und darauf, dass man nicht “gegankt”, wird fokusiert.

Als “ADC” ist man dauerhaft nur darauf konzentriert, einen guten “Farm” zu halten und sich richtig zu positionieren. Diese ständige Konzentration auf diese Faktoren schafft eine wirklich schlechte Übersicht über das Gesamtkonzept des Spiels.

Außerdem hängt die Übersicht davon ab, ob du gerade gut im Spiel bist. Spieler mit einer schlechten Quote wie “1-4” oder “0-6” haben meist eine tendenziell negativere Sicht auf das Spiel. Sie versuchen sich gerade noch so über Wasser zu halten und können in diesem Zustand meist nicht die gewinnbringendsten Handlungen für das ganze Team sehen.

Dagegen schweben Teammitglieder mit einer Quote von z.B “6-0” auf einer so positiven Wolke, dass sie wie ein Sieger denken und auch die für den Moment besten Situationen ganz einfach und natürlich wahrnehmen.

Fazit:

Falls dein “ADC” mit “1-8” in einem Game nicht auf deine “Pings” reagiert und sich stattdessen lieber die große “Minionwave” holt anstatt “Baron” zu erledigen, liegt es ganz einfach daran, dass er eine ganz andere Spielwahrnehmung besitzt wie du.

Mit diesem Wissen fällt es uns leichter, keinen negativen Gedanken gegen unsere Teammitglieder ungewollt entstehen zu lassen.







Aufgaben:

  • Verurteile deine Teammitglieder nicht, wenn sie nicht so klar sehen, was es genau jetzt zu tun gibt, wie du.
  • Versuche dein Bewusstsein über das gesamte Spiel auszuweiten, auch wenn du eine der Rollen spielst, die dafür eher ungünstig sind oder dich in einer misslichen Quote befindest.